Bild
Baroksaal 4 Stiftsbibliothek

Jahreskongress 2026 der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) und der Schweizerischen Gesellschaft für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (SGL)

«Bildung für eine lebenswerte Zukunft»

Globale Krisen wie der Klimawandel, soziale Ungleichheiten und geopolitische Spannungen sowie disruptive Entwicklungen und Innovationen wie beispielsweise im Bereich der künstlichen Intelligenz fordern die Bildung auf allen Stufen heraus, ihren Beitrag zu einer nachhaltigen, widerstandsfähigen und demokratischen Gesellschaft neu zu denken. In einer sich rasch verändernden und zunehmend herausgeforderten Gesellschaft wird deutlich, dass Bildung nicht nur auf die Bewältigung bestehender Probleme ausgerichtet sein darf, sondern auch Räume eröffnen muss für die aktive Mitgestaltung einer lebenswerten Zukunft.
Bildungsprozesse sollen Menschen dazu befähigen, die eigene Zukunft lebenswert zu gestalten und auf gesellschaftlicher Ebene komplexe Herausforderungen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und im Sinne des Gemeinwohls zu handeln. Dies erfordert die Auseinandersetzung u.a. mit ethischen, sozialen, ökologischen und politischen Fragen ebenso wie die Förderung von Perspektivenvielfalt, kritischem Denken, Handlungskompetenz und weiteren transversalen Kompetenzen. Gerade in instabilen und von Veränderungen geprägten Zeiten kann Bildung und ihrer Rolle für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Resilienz grosser Stellenwert zugeschrieben werden. Bildung für eine lebenswerte Zukunft setzt Lernprozesse voraus, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Haltungen, Werte und kollektive Handlungsfähigkeit stärken. Dabei geht es um mehr als individuelle Anpassung – es geht um soziale, kulturelle und strukturelle Veränderung.


Der Jahreskongress 2026 der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (SGL) widmet sich den Beiträgen der Bildungsforschung und der Lehrpersonenbildung zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Diskutiert werden sowohl innovative als auch evidenzbasierte Ansätze und Erkenntnisse, die Bildung im Kontext von Nachhaltigkeit, Gemeinwohl, Demokratie, Verantwortung und weiteren Entwicklungen bzw. Herausforderungen neu denken und weiterentwickeln.

Vollständig anklickbar
Aus

Provisorisches Programm

Der Jahreskongress 2026 findet vom 17. – 19. Juni 2026 an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen statt. Das Programm ist aktuell noch in Erarbeitung und wird laufend ergänzt.

Mittwoch, 17. Juni 2026

Vormittag Vorkonferenz für Nachwuchsforschende*
Tagungseröffnung Eröffnungskeynote: Prof. Dr. Sabine Doff, Universität Bremen, Deutschland 
Nachmittag Dialog mit der Praxis
Anschliessend Apéro riche

Donnerstag, 18. Juni 2026

Vormittag Keynote: Prof. Dr. Rose Luckin, University College London, CEO of Educate Ventures Research Limited 
Nachmittag Keynote: Prof. Dr. Gert Biesta, Maynooth University, Ireland  and The University of Edinburgh, Scotland
  Generalversammlung SGBF
Abend Foodfestival und Party

  Freitag, 19. Juni 2026

Vormittag folgt
Nachmittag Keynote: Prof. Dr. Raphael Berthelé, Université de Fribourg, Suisse
Anschliessend Apéro riche

Keynotes

Rose Luckin

Rose Luckin ist eine international anerkannte Expertin für Künstliche Intelligenz in der Bildung. Mit über 30 Jahren Erfahrung berät sie weltweit Politik, Verwaltung und Industrie zu Fragen der Zukunft von Bildung und Technologie. Sie ist Professorin emerita am University College London sowie Gründerin und CEO von Educate Ventures Research Limited. Rose Luckin promovierte in Kognitions- und Computerwissenschaften an der University of Sussex. Sie ist vielfach ausgezeichnete Autorin mehrerer zentraler Werke zu KI und Bildung, darunter Machine Learning and Human Intelligence (2018) und AI for Schoolteachers (2022). Sie hält weltweit Vorträge und Keynotes zu KI, Ethik und der Zukunft der Bildung und engagiert sich in zahlreichen wissenschaftlichen und bildungspolitischen Beratungsgremien.

Raphael Berthelé

Raphael Berthele ist Professor für Mehrsprachigkeit an der Universität Freiburg. Er studierte und arbeitete an den Universitäten Freiburg, Tübingen, Berkeley und Bern.
Im Jahr 2008 war er Mitbegründer des Freiburger Instituts für Mehrsprachigkeit. Derzeit leitet er die Masterstudiengänge in Mehrsprachigkeits- und Fremdsprachendidaktik.
Seine Forschungsinteressen umfassen unterschiedliche Bereiche der Mehrsprachigkeitsforschung, von kognitiven bis zu sozialen Aspekten. In den letzten Jahren konzentrierte sich seine Forschung insbesondere auf die empirische Untersuchung sprachspezifischer, allgemeiner kognitiver, affektiver und sozialer Voraussetzungen für den Gebrauch und das Erlernen zusätzlicher Sprachen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Seine Arbeiten basieren auf multivariaten Untersuchungen verschiedener Lernergruppen, sowohl querschnittlich als auch längsschnittlich.

Sabine Doff

Sabine Doff ist Professorin für Fremdsprachendidaktik Englisch, wissenschaftliche Leiterin des Graduiertenprogramms «Die DUALE PROMOTION» und Dekanin des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaften an der Universität Bremen. Ihr professioneller Fokus liegt auf dem, was in Schule (bereits) gelingt, z.B. als Mitglied in der Jury des Deutschen Schulpreises. Im Projekt «UNLOCK THE FUTURE» erarbeitet Sabine Doff gemeinsam mit Bremer Schulen seit zwei Jahren das Thema Bildungsgerechtigkeit unter Einbezug von KI partizipativ. Die bisherigen Ergebnisse wurden in einem interdisziplinären Projektteam wissenschaftlich und künstlerisch-kreativ u.a. in der gleichnamigen Wanderausstellung mit digitalem Begleitangebot aufgearbeitet. 


Foodfestival und Party
Wir freuen uns, Sie am Donnerstagabend zu einem Foodfestival im «Gut & Güter» willkommen zu heissen. In entspannter Atmosphäre erwarten Sie verschiedene kulinarische Angebote, die zum Entdecken, Geniessen und Verweilen einladen.

Der Abend bietet viel Raum für persönliche Gespräche, spontane Begegnungen und genussvolle Momente. Lassen Sie den Tag in ungezwungener Umgebung ausklingen und wählen Sie frei aus einer Vielfalt an Spezialitäten.

Für alle, die den Abend später fortsetzen möchten, öffnet der Club «KUGL» seine Türen – ideal für einen stimmungsvollen Ausklang bei Musik und Tanz.

Vollständig anklickbar
Aus
Bild
Vollständig anklickbar
Aus