Wissenschaftstag 2026
Der dritte Wissenschaftstag der PHSG findet am Donnerstag, 20. August 2026 statt.
Der dritte Wissenschaftstag der PHSG findet am Donnerstag, 20. August 2026 statt.
| 13.30 - 13.45 | Begrüssung durch Christian Brühwiler (M-Aula) |
| 13.45 - 15.20 | Workshops |
| 13.45 - 14.15 | Pitch & Feedback-Sessions |
| 14.15 - 14.20 | Raumwechsel / kurze Pause |
| 14.20 - 14.50 | Fortsetzung Workshops / Pitch & Feedback-Sessions |
| 14.50 - 15.20 | Pause (Mensa) |
| 15.30 - 16.00 | Projektpräsentationen / Pitch & Feedback-Sessions |
| ca. 16.00 Uhr | Abschluss |
Das Programm ist derzeit noch in Entwicklung. Weitere Details sowie noch nicht enthaltene Formate werden schrittweise ergänzt.
Durch aktive und kollaborative Gestaltung können Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft erfahren werden. Dazu erweist sich künstlerisches Schaffen per se als geeignete Handlungsform, mit der ein Beitrag für die Mitgestaltung einer lebenswerten Zukunft geleistet werden kann (vgl. Bilstein 2017, 272). Politisch gesehen stellt künstlerische Rezeption sowie Produktion in der Rahmung von kultureller Partizipation eine von vier tragenden Teilhabe-Dimensionen dar, welche der Bund nebst politischer, wirtschaftlicher und sozialer Mitsprache fördert «Kulturbotschaft des Bundes für die Jahre 2016-2020». Die Stärkung dieser vier Bereiche visiert das Ziel an, einen Beitrag zur «gesellschaftlichen Inklusion und Kohäsion» zu leisten (Kulturelle Teilhabe 2019, 355). Insgesamt sollen möglichst alle partizipieren können. Dies ist von besonderer Bedeutung, da in Zeiten des Wandels gesellschaftlicher Zusammenhalt besonders wichtig ist.
«Oder – noch globaler gefasst – bietet Kulturelle Bildung „[…] Perspektiven und Werkzeuge für einen resilienten, d.h. positiven, aktiven und reflexiven Umgang mit den Herausforderungen und Chancen unserer Zeit – seien es nun globale Pandemien, der menschengemachte Klimawandel, kriselnde Wirtschaftssysteme oder die fortschreitende Digitalisierung.» (vgl. LKB:BY 2020) Kulturelle Bildung ist also nicht nur eine lebensbegleitende Zusatzqualifikation im Feld der schönen Künste, sondern eine überlebenswichtige Grundausbildung mit Anspruch auf lebenslange Entwicklungsprozesse als Krisenprävention und emotionaler Werkzeugkasten für den individuellen Weg durch die Krise.» (Dietrich und Zalcbergaite 2021, 11). In diesem Zusammenhang rückt Joseph Beuys in den Fokus, welcher mit seiner Kunstaktion um 1965 ‘Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt’ auf die Entfremdung des Menschen von der Natur verweist und regt den Betrachter zu einer aktiven Denkhandlung an. Aus der existenziellen Krise heraus sucht er über die Gemeinschaft (zum Beispiel über die Idee der sozialen Plastik) und über die Stärkung des selbstbestimmten kritischen Denkens jedes Einzelnen nach Lösungsansätzen aus der Krise (Buschkühle 2025, 74–75). Dieses Gedankengut manifestiert sich in der Kunstpädagogik und findet über die Fachcurricula Eingang in konkrete Bildungsziele, indem bildbezogene Kommunikation, kritische Reflexionsfähigkeit und gemeinschaftliche Gestaltungsprozesse heute zentrale Bestandteile des Unterrichts darstellen.
Im Rahmen dieses Workshops wird mittels kunstorientierter Methoden der Frage nach angemessenen Strategien und Handlungsformen nachgegangen, um aus Sicht der Kunst sowie Kunstpädagogik den in der Tagungsausschreibung skizzierten Herausforderungen, wie globale Krisen, Klimawandel, soziale Ungleichheiten, geopolitische Spannungen und Digitalisierung zu begegnen. Im Dialog mit den Anwesenden werden Ansätze erfahren, entworfen und zur Diskussion gestellt. Damit wird ein exemplarischer Beitrag erarbeitet, welcher den Aspekt kollaborativer, gestalterischer Auseinandersetzung hervorhebt, als transversaler Ansatz zur Begegnung aktueller Herausforderungen.
Leitung: Reta Schudel und Nina Zgraggen (IKÄB-PHSG)
Das Zentrum Wissenschaftsberatung entwickelt und erprobt gemeinsam mit dem Institut Digitale und Informatische Bildung im Rahmen eines Innovationsprojekts einen KI-Assistenten für formatives Feedback für die Seminararbeit 1 im Studiengang Sekundarstufe I. Im Workshop werden die wissenschaftlichen und technischen Grundlagen sowie drei verschiedene Einsatzszenarien, die menschliches Feedback mit KI-Feedback kombinieren, vorgestellt. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, den KI-Assistenten selbst zu testen. In der abschliessenden Diskussion und Reflexion sollen Potenziale und Grenzen dieses KI-Assistenten thematisiert werden und es sollen Ideen generiert werden, wie diese Anwendung im Rahmen der Studiengangsreform nachhaltig in die Ausbildung integriert werden kann.
Leitung: Robert Hilbe, Michael Beck und Konstantin Papageorgiou (ZWIB-PHSG)
Im Workshop möchten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden Videos von Umsetzungen von spielbasierten Lernumgebungen und Fantasie- und Rollenspiel in der Unterstufe analysieren und diskutieren.
Unter anderem beschäftigen uns folgende Frage:
• Welche Spielkonzepte haben Primarlehrpersonen in der Unterstufe?
• Wieso wird insbesondere das Fantasie- und Rollenspiel so selten als Lernmethode eingesetzt?
• Wie kann das Fantasie- und Rollenspiel von der Lehrperson begleitet werden?
• Was bräuchten Lehrpersonen der Primarstufe, um Fantasie- und Rollenspiel lernwirksam als eine Lernform in der Unterstufe zu nutzen?
Leitung: Ruth Lehner, Janine Hostettler Schärer und Lena Hollenstein (IFB-PHSG)
Der Workshop bietet eine Einführung in die Methodologie systematischer Literaturrecherchen in den Erziehungswissenschaften. Im Mittelpunkt stehen die Chancen und Limitationen dieses Forschungsansatzes sowie dessen Einordnung im Spektrum verschiedener Review-Typen. Zudem wird die an der PHSG vorhandene technische Infrastruktur für die Durchführung systematischer Literaturrecherchen vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops ist die Diskussion, welche Elemente und Qualitätsstandards systematischer Literaturrecherchen auf Bachelor- und Masterarbeiten übertragen werden können. Es wird aufgezeigt, wie sich Konzepte systematischer Reviews nutzen lassen, um Literaturarbeiten methodisch zu stärken und ihren wissenschaftlichen Mehrwert zu erhöhen.
Leitung: Charlotte Baez, Michael Beck und Bastian Offenhauser (ZWIB-PHSG)
Im Workshop wird der Prototyp «FailureOnTheFly» vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt. Das Tool ist ein webbasierter Trainingssimulator, in dem Lehrpersonen bzw. Studierende in einem kurzen Diagnosegespräch mit einer LLM-simulierten Schüler:in eine zugrunde liegende Fehlvorstellung rekonstruieren. Im Zentrum stehen damit Kompetenzen des On-the-fly Assessment, der professionellen Wahrnehmung (Teacher Noticing) und der diagnostischen Gesprächsführung.
Der Workshop verbindet eine kurze Einführung in die theoretische und technische Anlage des Prototyps mit praktischer Co-Design-Arbeit. Die Teilnehmenden entwickeln in Kleingruppen eigene Fallvignetten aus ihren Fach- oder Forschungsbereichen. Anschliessend werden ausgewählte Vignetten im Tool erprobt. Die Teilnehmenden führen ein kurzes Diagnosegespräch mit der simulierten Schüler:in und reflektieren, ob die Vignette tragfähig ist.
Im Fokus steht die Frage, wie fachdidaktisch belastbare Vignetten für KI-gestützte Lehrpersonenausbildung gestaltet, geprüft und für PHSG-Kontexte nutzbar gemacht werden können.
Leitung: Fabian Grünig (IPP-PHSG)
Im Fokus des Workshops steht die Frage, wie Lehrpersonen, Schulleitungen und weitere Akteur:innen technologiegestützte pädagogische Innovationen kooperativ entwickeln und austauschen. Die Analyse basiert auf mehrjährigen Mixed-Methods-Daten aus dem Projekt Modellschulen Volksschule der IT-Bildungsoffensive, in welchem ein agiler Schulentwicklungsansatz gewählt und weiterentwickelt wurde.
Leitung: Charlotte Baez (IDIB-PHSG), Patricia Bachmann, Marcel Jent, Andrea Kern, Sandra Steiner-Matt, Matthias Vogel, Samuel Müller
In den Fächern Bewegung und Sport, Musik sowie Gestalten besitzt fachliches Können einen hohen symbolischen und curricularen Stellenwert. Unklar ist jedoch, welche Bedeutung dem fachlichen Können von (angehenden) Lehrpersonen für guten und lernwirksamen Unterricht tatsächlich zugeschrieben wird und welchen Stellenwert dies in der Ausbildung einnehmen sollte. Diesbezüglich untersuchen Baumgartner et al. (submitted), welche Bedeutung angehende und berufstätige Sportlehrpersonen bewegungsbezogener, fachdidaktischer und allgemein-pädagogischer Performanz für guten und wirksamen Sportunterricht zuschreiben. Die Ergebnisse zeigen ein gegensätzliches Muster: Berufstätige Sportlehrpersonen schreiben der allgemein-pädagogischen Performanz die grösste Bedeutung zu, gefolgt von der fachdidaktischen und der bewegungsbezogenen Performanz. Die angehenden Sportlehrpersonen schreiben der bewegungsbezogenen Performanz die grösste Bedeutung bei, gefolgt von der fachdidaktischen und der allgemein-pädagogischen Performanz. Fachliches Können erscheint damit möglicherweise als wichtige Ressource, die jedoch didaktisch und pädagogisch gerahmt werden muss. Berthold et al. (in Vorb.) untersuchen ergänzend, welchen Beitrag bewegungsbezogene Performanzen, fachliches, fachdidaktisches Wissen sowie digitale Lerngelegenheiten zur Unterrichtsperformanz in Microteaching-Sequenzen im Rahmen der Ausbildung zur Sport unterrichtenden Lehrperson leisten.
Verlauf: An diesen Studien anknüpfend wollen wir mit den Teilnehmenden aus verschiedenen Fachbereichen diskutieren, welche Bedeutung dem fachlichen Können in den jeweiligen Fächern für Unterrichtsperformanz zukommt, welche Konsequenzen sich daraus für Studienprogramme, Prüfungsformate, Lerngelegenheiten und dem schulischen Bildungsanspruch (Zgraggen, submitted) ergeben und welche Rolle die jeweiligen Fachkulturen dabei spielen. Nach einer gemeinsamen Einführung arbeiten die Teilnehmenden im World Café an vier Thementischen: 1) (Zugeschriebene) Bedeutung fachlichen Könnens für guten und lernwirksamen Unterricht, 2) fachkulturelle Perspektiven auf fachliches Eigenkönnen, 3) Stellenwert fachlichen Könnens in Studienprogrammen und Prüfungsformaten sowie 4) Perspektiven für ein fachübergreifendes Forschungsprojekt.
Leitung: Matthias Baumgartner, Clemens Berthold, Eric Jeisy (IBSG-PHSG), Jérôme Zgraggen, Sandra Fässler und Claudia Sturzenegger (IKÄB-PHSG)
Gesellschaftliche Kontroversen zu Themen wie Religion, Sexualität, Klima oder Migration machen auch vor der Schule nicht Halt. Lehrpersonen bewegen sich dabei zwischen Bildungsauftrag, Neutralitätsansprüchen, elterlichen Erwartungen und gesellschaftlichen Debatten.
Im geplanten Forschungs- und Entwicklungsprojekt «Kontroversität im schulischen Alltag» soll untersucht werden, wie Lehrpersonen und Schulen mit solchen Situationen umgehen, was wir aus dem schon bestehenden schulischen Umgang lernen können und welche Unterstützung hilfreich ist. Kernstück des Projekts ist ein «Praxislabor Kontroversität», das Forschung, schulische Reflexion und Entwicklungsprozesse miteinander verbindet.
Leitung: Rolf Bossart und Rafaela Estermann (IGB-PHSG)
Im Rahmen unserer Tätigkeiten an der Fachstelle Demokratiebildung und Menschenrechte entwickeln wir ein neues Projekt. Dieses nimmt ausgehend vom «Epochenjahr 1945» verschiedene Dimensionen der Schweizer Geschichte in den Blick. Nachgelagert zur Forschungsphase nehmen wir verschiedene Vehikel zur Geschichtsvermittlung in den Blick. Eine davon soll ein Lehrmittel sein. Hierzu möchten wir im Rahmen des Pitchs auf die Erfahrungen und Empfehlungen von PHSG-Mitarbeitenden zurückgreifen, um unser Unterfangen zu konkretisieren.
Leitung: Anna Voser und Thomas Metzger (IGB-PHSG)
Unter Wissenschaftler:innen herrscht breite Einigkeit darüber, dass Kreativität zu neuartigen Ideen und neuen Produkten führt. Wenig verstanden ist, wie Kinder neue Ideen oder Lösungen für ein Problem entwickeln und umsetzen (Burdette, 2023; Carr, 2016; Evans, 2021; Evans, 2022; Kupers et al., 2018; Rastelli, 2022) sowie “the developmental processes shaping CPS [i.e., creative problem solving] during childhood” (Rastelli, 2022, S. 1). Ein tieferes Verständnis des kreativen Prozesses und seiner Entwicklung während der Kindheit ist jedoch die zentrale Voraussetzung, um kreatives Denken und kreatives Problemlösen bei allen Kindern gezielter zu fördern. In diesem Projekt werden neue handlungsorientierte Problemstellungen verwendet, welche das Zusammenspiel von divergentem und konvergentem Denken von Kindern bei der Entwicklung und Anwendung von Werkzeugen erfordern, ähnlich wie bei realen Problemen. Ziel ist ein besseres Verständnis von a) den kognitiven Anforderungen praktisch relevanter Probleme auf verschiedenen Unsicherheitsebenen und von b) deren Einfluss auf das explorative Verhalten und kreative Ergebnisse der Kinder, also die Entfaltung und Umsetzung neuer und vielfältiger Lösungsideen.
Leitung: Marion Rogalla (IPP-PHSG)
ParentXR adressiert eine zentrale Herausforderung der Lehrpersonenbildung: die Vorbereitung auf anspruchsvolle Elterngespräche, die von angehenden Lehrpersonen häufig als belastend erlebt werden und zu beruflicher Unsicherheit beitragen können. Im Rahmen des Projekts wird eine KI-gestützte VR-Applikation entwickelt, die realitätsnahe und immersive Trainingsszenarien für herausfordernde Elterngespräche bereitstellt. In einem geschützten Lernraum können angehende Lehrpersonen professionelle Gesprächsführung wiederholt und praxisnah trainieren. Die didaktische Integration in die Aus- und Weiterbildung an der PHSG, die systematische Evaluation der Wirksamkeit sowie die gemeinschaftliche Weiterentwicklung mit weiteren Pädagogischen Hochschulen sichern Qualität und Nachhaltigkeit. Das Projekt liefert eine skalierbare VR-Applikation, validierte Gesprächsszenarien und ein didaktisches Implementierungskonzept für Pädagogische Hochschulen. Es stärkt kommunikative Kompetenzen, Selbstwirksamkeit und Handlungssicherheit im Umgang mit herausfordernden Elterngesprächen. Langfristig trägt ParentXR zur Professionalisierung der Elternkommunikation, zur Entlastung im Berufsalltag sowie zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus bei.
Leitung: Christopher Keller (ISP-PHSG), Anna-Lena Ullrich und Joe Buchner (IDIB-PHSG)
Für (Praxis-)Lehrpersonen ist es unerlässlich, über aktuelles wissenschaftliches und fachdidaktisches Wissen zu verfügen. Im vorliegenden Projekt wurden deshalb Online-Selbstlernangebote (OSA) ko-konstruktiv von Dozierenden der Hochschule und Praxislehrpersonen erstellt, um dem Anspruch gerecht zu werden, dass Weiterbildungsangebote nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch praxisrelevant sind. In diesem Beitrag wird einerseits der Frage nachgegangen, ob Praxislehrpersonen (N = 183), welche die OSA getestet haben, den Nutzen solcher Kurse beurteilen und inwiefern sie aus eigener Perspektive davon profitieren. Andererseits wird vorgestellt, welche Vor- und Nachteile von onlinebasierten Selbstlernangeboten Praxislehrpersonen im Anschluss an die Bearbeitung benennen.
Leitung: Thomas Rey, Eva Weingartner, Alexandra Roggensinger, Anne-Lena Ullrich (ZBPS-PHSG)
Im Beitrag wird das Projekt PHSG-Smartfeld EduAI vorgestellt, das sich mit der Entwicklung, Erprobung und Erforschung innovativer Ansätze für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Bildung und Unterricht befasst. Nach einer Einführung in die Zielsetzungen und den Entwicklungs- und Forschungsmodus des Projekts werden erste Erkenntnisse und Erfahrungen aus der bisherigen Projektarbeit präsentiert. Im Anschluss bietet der Beitrag Raum für den Austausch über Potenziale, Herausforderungen und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten von EduAI sowie für die Diskussion möglicher Anknüpfungspunkte für Forschung, Lehre und Schulpraxis.
Leitung: Mathias Kirf, Marianne Leuenberger (IMNT-PHSG)
Im Beitrag wird das SNF-Projekt «Assessment for well-being» präsentiert sowie die im Rahmen des Projekts erarbeitete Skalenkonstruktion «Formative Beurteilungsstrategien» vorgestellt und diskutiert.
Leitung: Karin Portmann, Robbert Smit (ISP-PHSG), Anna-Lena Ullrich (IDIB-PHSG), Rahel Schmid (IMNT-PHSG) und Felix Kruse (IBSG-PHSG)
In der Projektpräsentation werden ausgewählte Ergebnisse aus dem TCM-Projekt vorgestellt und in Bezug auf die Relevanz für die Ausbildung an der PHSG (Module & BPS) diskutiert. Zudem sollen aktuelle Fragen der Forschung zur Klassenführung und ihre Relevanz für die Praxis diskutiert werden. Der Fokus liegt dabei auf der Veränderung von Klassenführungskompetenzen während dem ersten Berufsjahr und der Einfluss von informellen Lerngelegenheiten auf die Veränderung.
Leitung: Angela Jochum (IBSG-PHSG), Christian Brühwiler (ISP-PHSG) und Lena Hollenstein (IFB-PHSG)
Ausgehend von der Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 1985, 2000) untersucht das Dissertationsprojekt im Rahmen des Forschungsprojekts «WiLemo» die Motivation von Lehrpersonen im Unterrichtsalltag. Dabei ist das Dissertationsvorhaben eng in den umfassenden Forschungsrahmen von WiLemo eingebettet und versucht die im Projekt inhaltliche Vielfalt sowie die mehrperspektivische und längsschnittliche Datenerhebung zu nutzen.
Im Zentrum steht die Frage, wie die Motivation von Lehrpersonen mit intrapersonellen Prozessen (verhaltensbezogene und emotionale Prozesse) wie dem verhaltensbezogenen Engagement und Emotionen mit ihrem bedürfnisunterstützenden Unterrichtshandeln zusammenhängt. Darüber hinaus wird untersucht, inwiefern bedürfnisunterstützendes Unterrichtshandeln mit der Motivation von Schüler:innen sowie mit der Motivation der Lehrpersonen selbst in Verbindung steht. Ziel ist ein tieferes Verständnis der Wechselbeziehungen zwischen Motivation, intrapersonellen Prozessen und Unterrichtshandeln im schulischen Kontext.
Leitung: Selina Bühler, Christine Feiss und Sonja Büchel (ISP-PHSG)
Am 11. Juni 2025 fand im Hochschulgebäude Mariaberg der zweite Wissenschaftstag der Pädagogischen Hochschule St.Gallen statt. Dieser stand unter dem Titel «Wissenschaft und Praxis im Dialog». Dr. Maximilian Knogler von der School of Social Sciences and Technology der Technischen Universität München hielt die Keynote zum Thema «Evidenzorientierung in der Lehrpersonenbildung: Herausforderungen und Chancen».
In Panels, Workshops, Projektpräsentationen und Pitches erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die Vielfalt wissenschaftlicher Ansätze und innovativer Formate der Wissensvermittlung. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einer Postersession, in der unter anderem auch Arbeiten von Studierenden präsentiert wurden.
Programm Wissenschaftstag 2025
Damit bot der Wissenschaftstag 2025 Raum für Begegnungen, Austausch und Sichtbarkeit über Projektgruppen, Institute und Zentren hinaus. Aktuelle Projekte und Fragestellungen wurden gemeinsam diskutiert – ein Beispiel für gelebten Wissenstransfer.
Am 3. Juni 2024 fand der erste Wissenschaftstag der Pädagogischen Hochschule St.Gallen zum Thema «Wirksamer Unterricht in der digitalen und KI-geprägten Welt» im Hochschulgebäude Mariaberg statt. Prof. Dr. Thilo Kleickmann der Universität Kiel hielt die Keynote zum Thema «Aktuelle Erkenntnisse zu wirksamem Unterricht - Folgerungen für die Professionalisierung von Lehrkräften und Unterrichtsentwicklung».
Im Anschluss an die Keynote gaben Workshops, Projektpräsentationen und Panels Einblicke in die Vielfalt wissenschaftlicher Ansätze sowie innovativer Formate der Wissensvermittlung und regten zu weiteren Diskussionen an