Institut Kompetenzdiagnostik bei der European Association for Research on Learning and Instruction

Die European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI) tagte vom 12. bis 16. August 2019 in Aachen, Deutschland. Das Institut für Kompetenzdiagnostik (IKO) war im Rahmen von drei Symposien und einem Einzelbeitrag auf der EARLI vertreten.

Ein erstes Symposium, organisiert von Stephanie Musow (IKO) und Alexander Naumann (DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation), fokussierte auf die Nutzung von Leistungstestdaten der Schülerinnen und Schüler, um Rückschlüsse auf Schule und Unterricht zu ziehen. Unter dem Titel “Conceptual and Methodological Challenges for Valid Inferences on Educational Effectiveness“ wurden die folgenden Beiträge präsentiert: (1) “Instructional Sensitivity of Tests and Items“ von Stephanie Musow (PHSG) und Kollegen, (2) “Subject-specificity of Students’ Teaching Quality Perceptions“ von Ann-Kathrin Jaekel  (Universität Tübingen) und Kollegen, (3) “Testing the Generalization to the Domain Inference“ von Maria Araceli Ruiz-Primo (Stanford University) und Kolleginnen und Kollegen und (4) “Dimensionally of Achievement Measures: The Role of Group-Level Item Covariance Structure“ von Alexander Naumann (DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) und Kollegen. Im Anschluss daran folgte eine spannende Diskussion von Charalambos Charalambous (Universität Zypern), der die Stärken der Studien nochmals auf den Punkt brachte und deren Herausforderungen kritisch-konstruktiv diskutierte.

Das zweite Symposium, organisiert von Michael Kickmeier-Rust (IKO), Steve Nebel (Technische Universität Chemnitz) und Cyril Brom (Charles University in Prague), behandelte das Thema Serious Games, einen Schwerpunkt des IKO, genauer die emotional-motivationalen Faktoren in MINT-Spielen. Die Präsentationen spannten einen Bogen von den grundlegenden emotional-motivationalen Effekten von Spielen bis hin zur Wirkung von bestimmten Spielelementen und Feedbacks im Spiel: (1) “Emotional Arousal in Game-based Learning“ von Manuel Ninaus (IWM Tübingen), (2) “Decorative Animations in a Learning Game for Grade 3-4 Children: An Eye-tracker Study“ von Ondřej Javora (Uni Prag), (3) Judith ter Vrugte (Uni Twente) präsentierte “Play to Grow: About Feedback and Persistence in Game-based Learning for Mathematics“ und (4) Marjaana Kangas (Uni Lapland) präsentierte “Game-based and Playful Learning Pedagogy in Basic Education“. Diskutant Alexander Renkl (Uni Freiburg) fasste die Artikel zusammen und erzeugte mit konstruktiven und durchaus kritischen Gedanken eine lebendige Diskussion im Plenum.

In einem dritten Symposium, das von Jan Hochweber (IKO) diskutiert wurde, ging es um die Herausarbeitung möglicher Ursachen einer fehlenden Übereinstimmung bei der Erfassung von Unterrichtsqualität durch unterschiedliche Zielgruppen. Das Symposium mit dem Titel “Student, Teacher and Observer Ratings of Teaching Quality: Investigating Reasons for (Dis-)Agreement” wurde von Anna Praetorius (Uni Zürich) und Benjamin Fauth (Uni Tübingen) organisiert. Der Schwerpunkt der Diskussion lag darauf, die Beziehung der Beiträge zu einem von Fauth et al. vorgelegten konzeptuellen Rahmenmodell zur Beurteilerübereinstimmung aufzuzeigen.

Michael Kickmeier-Rust (IKO) präsentierte schliesslich in einem Einzelbeitrag “Predictive Analytics for Serious Games”, eine Methode zur Erfassung und Vorhersage von Lernleistung in digitalen Lernspielen, basierend auf kognitiven Diagnosemodellen.

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