(Sprach-)entwicklungsstörung oder wenig Deutschkenntnisse?
Im Praxisalltag ist es eine Herausforderung, zu erkennen, ob bei einem mehrsprachigen Kind eine Sprachentwicklungsstörung bestehen könnte, oder ob die geringen Sprachkompetenzen in Deutsch damit zusammenhängen, dass das Kind erst begonnen hat, Deutsch als Zweitsprache zu lernen.
Ist der frühe Spracherwerb blockiert, zeigen sich meistens auch Schwierigkeiten im Spiel und in der Interaktion mit anderen Kindern. Für die Chancengerechtigkeit ist es wichtig, dass Sprachentwicklungsstörungen bei mehrsprachigen Kindern frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Sie lernen am ersten Kurstag, welche Anzeichen insbesondere bei mehrsprachigen Kindern auf Schwierigkeiten in der Sprachentwicklung hinweisen und wie sie diese Kinder in der Gruppe unterstützen können. Zwischen den beiden Kurstagen wählen Sie einen konkreten Fall aus ihrem Praxisalltag aus, mit dem Sie sich am zweiten Kurstag vertieft auseinandersetzen möchten.
Im Kurs wird zudem reflektiert, wie Sie Sprachentwicklungsschwierigkeiten von Kindern in Elterngesprächen thematisieren können und wo Eltern oder Sie Unterstützungsmöglichkeiten durch externe Fachstellen (z. B. logopädischer Dienst) bekommen.
Zielgruppe
- Spielgruppenleiter:innen
- Kita-Fachpersonen
Voraussetzungen
- Besuch des Kurses «Alltagsintegrierte Sprachförderung von mehrsprachig aufwachsenden Kindern» oder «Praxisbegleitung»
- Auf Anfrage werden auch Fachpersonen zugelassen, die eine andere Weiterbildung zu Sprachförderung und Sprachentwicklung besucht haben.
Kursdauer
- 2 Tage
Kurstage 2026
Samstag, 14. Februar 2026 und
Samstag, 14. März 2026
Kursleitung
Barbara Vischer