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Diplomübergabe

59 Studierende der Sekundarstufe I erreichen Zwischenziel

59 Studierende des Studiengangs Sekundarstufe I der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG) haben am Donnerstagabend, 24. September 2026, ihre Bachelor-Diplome erhalten. Die Feier im Hochschulgebäude Hadwig markierte einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Lehrdiplom.

Studiengangsleiterin Prof. Dr. Larissa Schuler gratulierte den Diplomand:innen zum ersten akademischen Abschluss. Sie würdigte die vielfältigen Herausforderungen, welche die Studierenden während ihrer bisherigen Ausbildung, in Stellvertretungen und im privaten Umfeld gemeistert haben. Gleichzeitig richtete sie den Blick auf die verbleibenden drei Semester bis zum Masterabschluss und auf einen Beruf, der sich in einem dynamischen gesellschaftlichen und bildungspolitischen Umfeld stark verändert. Die Bereitschaft, weiterzulernen und sich weiterzuentwickeln sei deshalb von zentraler Bedeutung.

Leidenschaften erkennen und fördern
In seiner Ansprache stellte Prof. Dr. Rolf Bürki die besonderen Momente des Lehrberufs ins Zentrum: Augenblicke, in denen Schülerinnen und Schüler eine Leidenschaft entdecken, einen Moment der Erkenntnis erleben oder eine bislang verborgene Begabung entfalten. Dazu brauche es Lehrpersonen, die hinschauen, zuhören, ermutigen und junge Menschen etwas ausprobieren lassen. Solche «magischen Momente» in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen werden im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz noch an Bedeutung gewinnen.

Den Bachelorabschluss verglich Bürki mit dem ersten Lauf eines Skirennens. Der erste Abschnitt sei geschafft, nun beginne ein neuer: «Diese Bachelorfeier ist nicht das Ziel. Es ist der Start.» Den Diplomierten wünschte er für ihren weiteren Weg viele «magische Momente».

Das Potenzial des Unfertigen
PHSG-Rektor Prof. Dr. Horst Biedermann verglich den Unterbruch zwischen Bachelor- und Masterstudium mit einem Zwischenhalt. Der Bachelorabschluss biete Gelegenheit, innezuhalten, auf das Erreichte zurückzublicken und neue Möglichkeiten wahrzunehmen. Das «Unfertige» sei kein Mangel, sondern ein Raum für Reflexion, Entwicklung und neue Ideen. Diesem Moment liege grosses Potenzial zur Weiterentwicklung, das Potenzial des Unfertigen, inne. «Es ist ein Raum der puren Möglichkeiten.»

Musikalisch umrahmten Siyanthupan Ramesh und Ephraim Züst die Feier. Beim anschliessenden Apéro im Foyer des Hochschulgebäudes Hadwig stiessen die Diplomierten auf den erreichten Meilenstein an.