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Symposium Sek II: Impulse für Schule und Unterricht

Mitte September 2026 nahmen 85 Lehrpersonen, Rektor:innen und Schulleitungsmitglieder aus Mittelschulen und Berufsfachschulen am Symposium Sek II «ITBO: Impulse für Schule und Unterricht» teil. Im neuen Gebäude der Kantonsschule Wattwil tauschten sie sich über Erkenntnisse, Erfahrungen und Best Practices aus den Projekten der IT-Bildungsoffensive aus. Ziel war es, die Vernetzung zu fördern und den Transfer in Schule und Unterricht zu stärken.

Personalisierung und Flexibilisierung durch Blended und HyFlex Learning

In seiner Keynote zeigte José Gomez, wie Blended und HyFlex Learning Bildungsprozesse flexibler und individueller gestalten können. Digitalisierung und künstliche Intelligenz verändern das Lernen, während heterogene Lernvoraussetzungen und neue Zukunftskompetenzen mehr Selbststeuerung erfordern. Ein Bildungssystem, in dem alle zur gleichen Zeit auf die gleiche Weise lernen, stösst deshalb zunehmend an seine Grenzen.

Die Forschung zu Blended Learning zeigt positive Effekte auf Lernleistung, Motivation und Engagement. Entscheidend ist jedoch die Qualität der Umsetzung. Besonders das asynchrone Selbststudium benötigt u.a. klare Arbeitsaufträge, abwechslungsreiche Übungs- und Anwendungsphasen sowie geeignete Lernräume und digitale Werkzeuge. Lernplattformen, adaptive Anwendungen und KI können dabei unterstützen. Zentral ist zudem das «Constructive Alignment»: Lernziele, Präsenzunterricht, Selbstlernphasen und Leistungsnachweise müssen aufeinander abgestimmt sein.

Blended und HyFlex Learning sind keine Selbstläufer. Sie erfordern einen Wandel vom Lehren zum Lernen, eine sorgfältige didaktische Gestaltung und eine zuverlässige Infrastruktur. Lehrpersonen benötigen dafür Weiterbildung, Unterstützung und angemessene Ressourcen. Die Verantwortung für die Unterrichtsqualität bleibt auch beim Einsatz digitaler Technologien bei ihnen.

Workshops: Einblick in Erkenntnisse aus der ITBO

Nach dem Eröffnungsreferat standen in drei Workshoprunden der Austausch und die vertiefte Diskussion über verschiedene Themen im Zentrum. Das Workshopangebot war sehr vielseitig und zeigte aus beiden Stufen, der Berufsbildung und der Mittelschulen, verschiedene Erkenntnisse, Produkte oder Erfahrungsberichte aus den Arbeiten der letzten Jahre.

Die Workshops eröffneten vielfältige Einblicke in unterschiedliche Formen des digital unterstützten Lehrens und Lernens. Thematisiert wurden unter anderem konkrete Blended-Learning-Sequenzen und -Konzepte sowie die Arbeit mit E-Portfolios. Weitere Angebote gaben Einblick in die IoT-Werkstatt, zeigten Möglichkeiten zur Gestaltung von PICTS-Workshops auf oder stellten das Lernen mit Lernnavi vor. Zwei Workshops widmeten sich der Weiterbildung mit aprendo. Ein weiteres Angebot zeigte, wie sich die digitale Transformation mithilfe des Kartensets «Schulentwicklung: Dimensionen und Aspekte der digitalen Transformation» strukturiert reflektieren und gemeinsam weiterentwickeln lässt. Auch die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Rolle der Lehrperson wurden aufgegriffen: Ein Workshop ging der Frage nach, welche Aufgaben Lehrpersonen übernehmen, wenn KI Lerninhalte erklären kann. Darüber hinaus war Making ein Thema: In einem Workshop entwickelten und produzierten die Teilnehmenden mithilfe von Schneideplotter und KI innerhalb von 80 Minuten eigene Produkte.

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