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Podiumsdiskussion

Von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie lernen

Am 2. September 2026 fand an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG) die Abschlusskonferenz des NFP80-Forschungsprojekts «Von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie lernen» statt. Die Veranstaltung brachte Akteur:innen aus Bildungsforschung, schulischer Praxis und Bildungsadministration zusammen. Im Zentrum stand die Frage, welche Erkenntnisse aus den Erfahrungen während der Pandemie für die zukünftige Gestaltung von Schule und Unterricht gewonnen werden können – insbesondere wie Schulen auf künftige Krisensituationen besser vorbereitet werden können.

Nach Grussworten von Prof. Dr. Christian Brühwiler (Prorektor Forschung & Entwicklung PHSG) und Prof. Dr. Stephan Huber (Head of Advisory Board) stellten Projektleiter Dr. Valentin Unger sowie Doktorand Julian Brauchle vom Institut Pädagogische Psychologie der PHSG die zentralen Ergebnisse des Forschungsprojekts vor. Im Fokus standen die Entwicklung von Lernleistungen und Wohlbefinden während der Pandemie, relevante Einflussfaktoren, die Digitalisierung des Lehrens und Lernens sowie selbstregulative Fähigkeiten. Gemeinsam mit Dr. Catherine Ferris (PHSG) wurde anschliessend diskutiert, welche Bedeutung die Ergebnisse für die Bildungspraxis haben.

Während der anschliessenden Poster-and-Coffee-Session konnten einzelne Forschungsergebnisse vertieft und mit Erkenntnissen aus weiteren internationalen Forschungsprojekten in Verbindung gebracht werden. Die Beiträge nahmen unter anderem Lerneinbussen, Wohlbefinden und Lernerfolg, Digitalisierung sowie den Kindesschutz während und nach der Pandemie in den Blick.

Hilfestellung für die Vorbereitung auf kommende Krisen
Im Rahmen eines Workshops wandten die Teilnehmenden das im Projekt entwickelte Nutzungsmodell für Unterricht unter Krisenbedingungen auf fiktive Schulen an. Gemeinsam diskutierten sie, wie sich Schulen auf zukünftige Krisen vorbereiten und konkrete Notfallpläne entwickeln können. Dabei standen unter anderem die Organisation des Lernens, die Unterstützung besonders vulnerabler Schüler:innen, der soziale Austausch sowie die Kommunikation mit Schüler:innen und Eltern im Mittelpunkt.

Diskussion mit Lehrpersonen und Schüler:innen
Den Abschluss bildete die Podiumsdiskussion «Lesson learned?! – Unterricht unter Krisenbedingungen an den Bedürfnissen der Schüler:innen orientieren». Vertreter:innen aus Bildungsforschung, Bildungsadministration und Schulpraxis sowie der Schüler:innenschaft diskutierten unter der Leitung von Stephan Huber, welche Erfahrungen aus der Pandemie für die zukünftige Gestaltung von Schule und Unterricht genutzt werden sollten.

Besonders deutlich wurde im Verlauf der Konferenz der Wert des Austauschs zwischen den verschiedenen Akteur:innen des Bildungssystems. Die Perspektiven aus Forschung, Praxis, Administration und der Schüler:innen selbst zeigten, dass wissenschaftliche Erkenntnisse gemeinsam reflektiert und in konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Bildungspraxis übersetzt werden müssen. Die Abschlusskonferenz markierte damit nicht nur das Ende des Forschungsprojekts, sondern öffnete zugleich den Blick nach vorn: auf die Frage, wie Schule auch unter herausfordernden Bedingungen Lernen, Wohlbefinden und soziale Teilhabe fördern und sich zugleich besser auf zukünftige Krisen vorbereiten kann.