Kongress widmet sich der Bildung für eine lebenswerte Zukunft
Am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung und der Schweizerischen Gesellschaft für Lehrerinnen- und Lehrerbildung steht vom 17. bis zum 19. Juni das Thema «Bildung für eine lebenswerte Zukunft» im Zentrum. Der Mittwochnachmittag bietet spannende Angebote für Personen aus der Bildungspraxis.
Vom 17. bis zum 19. Juni findet in St.Gallen der Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) und der Schweizerischen Gesellschaft für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (SGL) statt. Organisiert wird der Kongress von der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG). Unter dem Leitthema «Bildung für eine lebenswerte Zukunft» kommen rund 700 Fachpersonen aus Bildungsforschung, Lehrpersonenausbildung, Bildungsverwaltung und Schulpraxis ins Gespräch. Im Zentrum stehen der Austausch über aktuelle Forschungsergebnisse, die Diskussion gesellschaftlicher Herausforderungen sowie die Frage, wie Bildung zu Nachhaltigkeit, Demokratie, Verantwortung und Gemeinwohl beitragen kann.
Bildung soll zur Zukunftsgestaltung befähigen
In einer Welt im Wandel stehen Schulen und Bildungssysteme vor immer komplexeren Herausforderungen: Klimawandel, soziale Ungleichheiten, geopolitische Spannungen und Entwicklungen wie die Künstliche Intelligenz verlangen, dass Bildung nicht nur auf bestehende Probleme reagiert, sondern Menschen dazu befähigt, eine lebenswerte Zukunft aktiv mitzugestalten. Der Jahreskongress 2026 der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) und der Schweizerischen Gesellschaft für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (SGL) rückt diese zentrale Rolle der Bildung ins Zentrum.
Ein Nachmittag im Gespräch mit der Praxis
Der Mittwochnachmittag, 17. Juni, fördert den Dialog zwischen Forschung und Bildungspraxis. Den Auftakt bildet die Keynote von Sabine Doff von der Universität Bremen. Sie geht der Frage nach, wie Bildung gerechter werden kann und was das für den schulischen Alltag bedeutet. Dabei geht sie von der These aus, dass Bildungsgerechtigkeit ein zentraler Massstab für eine lebenswerte Zukunft ist. Vorgestellt und diskutiert werden dabei Erkenntnisse aus dem Projekt «Unlock the Future – Bildungsgerechtigkeit: Schlüssel zur Zukunft».
Ein weiterer Höhepunkt ist das Podium mit der St.Galler Bildungsdirektorin Bettina Surber, Dagmar Rösler (Präsidentin des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz, LCH), Katrin Milzow (Co-Direktorin des Departements Forschung und Entwicklung des Schweizerischen Nationalfonds, SNF) und SGBF-Präsident Pierre Tulowitzki, die zentrale Zukunftsfragen von Bildung, Schule und Gesellschaft diskutieren.
Am Kongress werden insgesamt 288 Beiträge präsentiert, 31 davon von Mitarbeitenden der PHSG. Die Beiträge decken die gesamte Bildungslandschaft ab – von der frühen Bildung bis zur Hochschul- und Berufsbildung – und greifen zentrale Themen wie Lernen und Unterricht, Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe, globale und ökologische Herausforderungen sowie Fragen der Digitalisierung, Demokratie und Zukunftsgestaltung auf.