Konferenz des fdd (Verein Fachdidaktik Deutsch)
«Sprache als kulturelle Praktik – Deutschdidaktik im Dialog mit angrenzenden Disziplinen»
Die Deutschdidaktik steht vor Herausforderungen, die sich je länger, je weniger aus einer einzelnen fachlichen Perspektive heraus angemessen bearbeiten lassen. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, gesellschaftliche Heterogenität, Fragen von Bildungsgerechtigkeit, veränderte Lese- und Schreibpraktiken sowie die Auflösung von klaren Grenzen zwischen Praktiken mündlicher und schriftlicher Kommunikation fordern die Forschung ebenso heraus wie die schulische Praxis. Sie betreffen zentrale Gegenstände des Deutschunterrichts: Lesen, Schreiben, Sprechen, Zuhören, literarisches Lernen, Sprachreflexion und den Umgang mit Texten in analogen wie digitalen Räumen.
Die Konferenz nimmt diese Herausforderungen zum Anlass, Sprache als kulturelle Praktik in den Mittelpunkt zu stellen und aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Deutschdidaktische Fragen sollen im Dialog mit angrenzenden Disziplinen und Praxisfeldern diskutiert werden: mit Bildungsforschung, Psychologie, Sprach- und Literaturwissenschaft, Medien- und Kulturwissenschaft, Schreibforschung, KI-Forschung sowie schulischer und ausserschulischer Bildungspraxis.
Ziel der Konferenz ist es, interdisziplinäre Perspektiven nicht als Ergänzung zur Deutschdidaktik zu verstehen, sondern als produktive Herausforderung für ihre eigenen Fragestellungen, Konzepte und Methoden. Im Zentrum steht die Frage, wie Deutschdidaktik unter den Bedingungen der Gegenwart ihre Gegenstände neu bestimmen, empirisch untersuchen, theoretisch reflektieren und für die Praxis fruchtbar machen kann.