Erfolgreicher SGBF/SGL-Jahreskongress
Vom 17. bis 19. Juni 2026 begrüsste die PHSG Forschende, Lehrpersonenbildner:innen, Bildungspolitiker:innen sowie weitere Akteur:innen aus dem Bildungsbereich zum Jahreskongress der Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) und der Schweizerische Gesellschaft für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (SGL).
Unter dem Leitmotiv «Bildung für eine lebenswerte Zukunft» widmete sich der Kongress der Frage, welchen Beitrag Bildung zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten kann. Im Fokus standen Themen wie Bildungsgerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Demokratie, Digitalisierung, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Gestaltung von Bildungsprozessen in einer zunehmend komplexen und von Wandel geprägten Welt.
Vier Keynotes eröffneten dabei unterschiedliche Perspektiven auf das Kongressthema: Sabine Doff zeigte auf, weshalb Bildungsgerechtigkeit eine zentrale Voraussetzung für individuelle und gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit ist und wie Schulen auch unter herausfordernden Bedingungen erfolgreiche Wege zu mehr Teilhabe eröffnen können. Pierre Dillenbourg thematisierte die Frage, weshalb evidenzbasierte Innovationen und digitale Technologien oft nur begrenzt in die Praxis gelangen, und plädierte für eine stärkere Berücksichtigung der Bedingungen des Unterrichts bei der Entwicklung von Bildungstechnologien. Gert Biesta richtete den Blick auf die Rolle der Schule in demokratischen Gesellschaften und diskutierte, welche Art von Gesellschaft Schule benötigt, um ihren Bildungsauftrag erfüllen zu können. Raphael Berthelé schliesslich zeigte anhand mehrsprachiger politischer Debatten auf, welches Potenzial sprachliche Vielfalt für Verständigung, Reflexion und gesellschaftlichen Zusammenhalt entfalten kann. Ergänzt wurden diese Impulse durch zahlreiche wissenschaftliche Beiträge, Posterpräsentationen, Symposien, Diskussionsforen, Design Labs und Arbeitsgruppentreffen.
Ein weiteres Highlight bildete das Podiumsgespräch mit Vertreter:innen aus Forschungsförderung, Bildungspolitik, Schule und Bildungsforschung. Gemeinsam diskutierten sie, wie Bildung den Herausforderungen einer lebenswerten Zukunft begegnen kann und welche Voraussetzungen notwendig sind, um Forschung, Politik und Praxis stärker miteinander zu verbinden.
Die PHSG bedankt sich bei allen Referierenden, Beitragenden, Teilnehmenden, Partnerorganisationen, Mitgliedern des wissenschaftlichen Komitees sowie den zahlreichen Mitarbeitenden und Helfer:innen, die zum Gelingen des Kongresses beigetragen haben. Der Jahreskongress 2026 hat eindrücklich gezeigt, wie Bildungsforschung, Lehrerinnen- und Lehrerbildung, Politik und Praxis gemeinsam an Antworten auf die zentralen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft arbeiten können.