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Studierende mit einem Kostüm für das tierische Musical. Foto: zVg

Ein Musical, viele Hände, ein Ziel

Eine fächerübergreifende Zusammenarbeit auf und hinter der Bühne

Von Marion Loher

Das Musical ist ein Höhepunkt in der Agenda der PHSG. In diesem Jahr standen elf Tiere im Mittelpunkt. Die passenden Kostüme und Handpuppen haben Studierende aus den Bereichen Textiles, Technisches und Bildnerisches Gestalten angefertigt.

Während der Proben für das Musical «Die fürchterlichen Elf» werden auch bei den Kostümen noch letzte Details angepasst: Ein Kragen wird umgefärbt, eine Bluse ausgetauscht. «Solche Feinabstimmungen gehören ganz am Ende einfach dazu», sagt Iris Betschart, Lehrbeauftragte Textiles Gestalten an der PHSG. «Oft merkt man erst im Zusammenspiel auf der Bühne, was noch stimmiger gemacht werden kann.»

Gestalterischer Spielraum

Die Kostüme und auch die Handpuppen, die im Musical zum Einsatz kamen, sind in diesem Jahr erstmals in Zusammenarbeit mit Studierenden aus den Bereichen Textiles, Technisches und Bildnerisches Gestalten entstanden. «Als vor eineinhalb Jahren die Anfrage kam, war ich sofort begeistert», erzählt Betschart. Zusammen mit zwei Studierenden, die sich auf die Ausschreibung gemeldet hatten, nahm sie das Projekt in Angriff. Über den Inhalt des Musicals war ihr damals nicht viel bekannt. «Ich wusste nur, dass Tiere eine grosse Rolle spielen, nicht direkt dargestellt, sondern übersetzt.»

Entsprechend offen gestaltete sich der Prozess. Die Studierenden trafen sich wöchentlich mit der Dozentin zum Austausch und arbeiteten eigenständig weiter. Parallel dazu entwickelte eine weitere Gruppe unter der Leitung von Angela Putscher, Lehrbeauftragte Technisches Gestalten, zwölf verschiedene Handpuppen.
Mit ihnen wurden im Musical im Rahmen einer «Fernsehshow» Probleme der Zuschauenden besprochen.

«Eine Gratwanderung»

Die Zusammenarbeit über verschiedene Fächer hinweg verlangte viel Koordination. Unterschiedliche Gruppen, Zeitpläne und Arbeitsweisen mussten zusammengeführt werden. «Die Kommunikation und die Übersicht waren die grössten Herausforderungen», sagt Betschart. Das sieht auch Regisseur Björn Reifler so: «Eine gute Kommunikation ist extrem wichtig.» Missverständnisse können schnell entstehen. «Viele Beteiligte arbeiteten parallel. Sie sahen sich nicht ständig und sprachen dennoch über dasselbe Projekt.» Für ihn als Gesamtverantwortlichen war es eine Gratwanderung: «Ich musste klar sagen, was ich brauche, und wollte gleichzeitig Raum für Ideen lassen.»

Allerdings gehört genau diese Vielschichtigkeit zum Musical dazu. Es ist per se ein fächerübergreifendes Format, in dem darstellende Kunst, Tanz und Gesang zusammenkommen.