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Kind am Lächeln

Podcast Frühe Bildung - Herausforderndes Verhalten

31.1 Das eigene Verhalten steuern lernen: Exekutive Funktionen

«Wir können uns eigentlich keine Situation im Alltag vorstellen, wo wir keine exekutiven Funktionen brauchen», sagt Claudia Roebers, die Expertin aus der Forschung. Wie ausgeprägt unsere Fähigkeiten bezüglich exekutiver Funktionen sind, hat einen grossen Einfluss auf unser Leben. Entsprechend wichtig ist es, Kindern Gelegenheiten zu geben, ihre exekutiven Funktionen zu trainieren – anhand vielfältiger alltäglicher Situationen. Als Beispiel, wie wir bereits mit den Kleinsten spielerisch an ihren exekutiven Folgen arbeiten, nennt Jett Hunsperger – die Expertin mit Fokus auf die Praxis – das Kuckuck-Spiel.

Prof. Dr. Claudia Roebers ist Professorin für Entwicklungspsychologie und leitet die entsprechende Abteilung an der Universität Bern am Institut Psychologie. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen höhergeordnete kognitive Prozesse, insbesondere die exekutiven Funktionen, zu denen sie zahlreiche Studien durchgeführt hat. Zudem unterrichtet sie auf Bachelor-, Master- und Doktoratsstufe.

Jette Hunsperger ist Sozialpädagogin und Heilpädagogische Früherzieherin. In ihrer Arbeit mit Familien, deren Kinder in ihren Aktivitäten und Teilhabemöglichkeiten eingeschränkt sind, war die Entwicklung der exekutiven Funktionen immer wieder ein wichtiger Fokus. Zurzeit arbeitet sie als Dozentin an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich im Masterstudiengang Heilpädagogische Früherziehung. 

Literatur, die in der Folge verwendet wurde:

Roebers, C. M., Röthlisberger, M., Neuenschwander, R., & Cimeli, P. (2014). Nele und Noa im Regenwald. Berner Material zur Förderung exekutiver Funktionen – Manual. Reinhardt.

Roebers, C. M., & Hasselhorn, M. (2018). Schulbereitschaft: Zur theoretischen Fundierung des Konstruktes. In W. Schneider & M. Hasselhorn (Hrsg.). Schuleingangsdiagnostik: Tests und Trends (S. 1-18). Hogrefe.

Weiterführende Literatur:

Center on the Developing Child, Harvard University (2016). Exekutive Funktionsfähigkeiten üben und verbessern – von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter. In Kubesch, S. (Hrsg.). Exekutive Funktionen und Selbstregulation. Neurowissenschaftliche Grundlagen und Transfer in die Pädagogische Praxis (2. aktualisierte und erweiterte Auflage). Hogrefe. 

Walk, L. & Evers, W. (2013). Fex – Förderung exekutiver Funktionen. Wissenschaft – Praxis – Förderspiele. Wehrfritz.  

31.2 Kinder mit herausforderndem Verhalten: Exekutive Funktionen

Kinder mit wenig angepasstem Verhalten stellen uns Fachpersonen oft vor Herausforderungen. In dieser Episode üben wir uns in einem Perspektivenwechsel: der Blick geht weg vom Kind als Ursprung des Problems hin zur Frage, wie die Umstände so angepasst werden können, dass das Kind entsprechend seinem Entwicklungsstand nicht mehr überfordert ist und so auch wieder Entwicklungsfortschritte machen kann.

Dies tun wir gemeinsam mit einer Expertin mit Fokus auf die Praxis, Jette Hunsperger und mit einer Entwicklungspsychologin, Claudia Roebers.

Jette Hunsperger arbeitete als Sozial- und Sonderpädagogin mit Menschen mit Hörsehbehinderungen, wobei sie sich intensiv mit Kommunikation unter erschwerten Bedingungen befasste. Später wechselte sie in die Heilpädagogische Früherziehung. In dieser Funktion begleitete sie Familien von Kindern mit Beeinträchtigungen der Entwicklung. Die Entwicklung exekutiver Funktionen war dort stets implizites Thema. Heute unterrichtet sie an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich im Masterstudiengang Heilpädagogische Früherziehung.

Prof. Dr. Claudia Roebers ist Professorin für Entwicklungspsychologie und leitet die Abteilung an der Universität Bern im Institut Psychologie. Im Zentrum ihrer Forschung stehen komplexe kognitive Prozesse, insbesondere die exekutiven Funktionen, die sie in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht hat. Ein weiteres Anliegen ihrer Forschung ist die Frage, unter welchen Voraussetzungen Kinder eine Metaperspektive auf ihr eigenes Denken und Handeln entwickeln. 

Weiterführende Literatur, die frei verfügbar ist:

Grolimund, F., & Rietzler, S. (o.A.). Konzentration und Aufmerksamkeit fördern. Exekutive Funktionen und ADHS. 

Rauch, W. A. (2022). Exekutive Funktionen. In M. Gebhardt, D. Scheer & M. Schurig (Hrsg.). Handbuch der sonderpädagogischen Diagnostik. Grundlagen und Konzepte der Statusdiagnostik, Prozessdiagnostik und Förderplanung (S. 163‐174). Regensburg: Universitätsbibliothek.

Weiterführende Literatur:

Roebers, C. M., Röthlisberger, M., Neuenschwander, R., & Cimeli, P. (2014). Nele und Noa im Regenwald. Berner Material zur Förderung exekutiver Funktionen – Manual. Reinhardt.

Roebers, C. M., & Hasselhorn, M. (2018). Schulbereitschaft: Zur theoretischen Fundierung des Konstruktes. In W. Schneider & M. Hasselhorn (Hrsg.). Schuleingangsdiagnostik: Tests und Trends (S. 1-18). Hogrefe.

Center on the Developing Child, Harvard University (2016). Exekutive Funktionsfähigkeiten üben und verbessern – von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter. In Kubesch, S. (Hrsg.). Exekutive Funktionen und Selbstregulation. Neurowissenschaftliche Grundlagen und Transfer in die Pädagogische Praxis (2. aktualisierte und erweiterte Auflage). Hogrefe. 

Walk, L. & Evers, W. (2013). Fex – Förderung exekutiver Funktionen. Wissenschaft – Praxis – Förderspiele. Wehrfritz.  

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