Intensivweiterbildung PHSG Vollzeitkurse

Vollzeitkurse A und B

Kursaufbau

Vorbereitungsphase

Die Vorbereitungsphase erstreckt sich über einen Zeitraum von einem halben Jahr und umfasst drei Veranstaltungen.

  • Erster Vorbereitungstag: Nebst dem ersten Kennenlernen werden am ersten Vorbereitungstag berufsspezifische und persönliche Bedürfnisse geklärt. Wahlfachmöglichkeiten und ein Ausblick auf die gemeinsamen Tage in einem Kurszentrum gehören zu diesem Teil der Vorbereitungsphase.
  • Vorbereitungstage im Kurszentrum: Drei bis vier Tage verbringt die Kursgruppe in einem Kurszentrum mit gemeinsamer Unterbringung. Das gegenseitige Kennenlernen nimmt hier einen hohen Stellenwert ein. Da jeder Kurs individuell auf die Kursgruppe abgestimmt ist, werden Wünsche und Bedürfnisse aufgenommen, um den Kernbereich inhaltlich zu planen. Neben thematischer Arbeit werden die Teilnehmenden mit Informationen in der persönlichen Planung unterstützt. Die Wahlfächer werden näher vorgestellt und auf Grund der Entscheidungen der Teilnehmenden wird der Wahlfachstundenplan erarbeitet.
  • Zweiter Vorbereitungstag: Am zweiten Vorbereitungstag wird das provisorische Kursprogramm vorgestellt und es werden organisatorische Fragen bereinigt.

Vollzeitkurs

Der Vollzeitkurs dauert 11 ½ Wochen (inkl. Unterbruch). Er wird in der Regel für 2 Wochen unterbrochen, welche im Rahmen der kantonalen Vorgaben für Praktika, Unterrichtsbesuhe, Sprachaufenthalte, Arbeiten im Zusammenhang mit der eigenen Lehrstelle oder für Ferien genutzt werden können.

Nachhaltigkeit
Kollegiale Zusammenarbeit und Unterstützung tragen wesentlich zur Nachhaltigkeit des Kurses bei. Es besteht das Angebot zum Besuch von freiwilligen Intervisionsgruppen zwischen dem Hauptkurs und der Nachfolgeveranstaltung ein Jahr nach Kursabschluss, zudem werden Lerntandems gebildet, welche auch nach dem Kurs weiter zusammenarbeiten.

Nachfolgetreffen/Auswertung

Rückmeldungen über die Erfahrungen im Kurs erfolgen während und am Schluss der Intensivweiterbildung. Nach einem Jahr treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Kursleitung zu einem letzten, abschliessenden Kurstag. Dieses Datum ist der Schulleitung / Behörde rechtzeitig bekannt zu geben.

Kursinhalt

Die Bestandteile "Kernbereich", "Wahlfächer" und "kleines Projekt" sind in den Kursen A und B gleich, respektive so wie die Teilnehmenden den Kurs in der Vorbereitungsphase gestaltet haben.

Im B-Kurs gibt es die Möglichkeit, statt den Wahlfächern und dem kleinen Projekt, ein grosses Projekt zu erarbeiten.

Der Kurs A dauert vom Februar bis April und der Kurs B vom August – Oktober. Sieben bis acht Wochen wird je zur Hälfte im Kernbereich und Wahl-/Freibereich gearbeitet. Nach dieser Zeit folgt eine Zwischenphase von 2 Wochen, welche im Rahmen der kantonalen Vorgaben für Praktika, Unterrichtsbesuche, Sprachaufenthalte oder Ferien genutzt werden soll. Danach wird der Kompaktkurs fortgesetzt und die Rückkehr in den Beruf wird vorbereitet.

Kernbereich

Im gemeinsamen Kernbereich stehen die Lehrperson und ihr Arbeitsfeld im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben sich als Lernende in einer lernenden Gemeinschaft. Standortbestimmung, Reflexion der eigenen Arbeit und Auseinandersetzung mit neuen Entwicklungen nehmen dabei breiten Raum ein. Es wird mit vielfältigen Methoden der Erwachsenenbildung nach dem sogenannten "Doppeldeckerprinzip" gearbeitet. Das bedeutet, dass Methoden in der Anwendung kennen gelernt und reflektiert werden, die - altersgemäss transferiert - auch in der Volksschule anwendbar sind.

Schwerpunkte des Kernbereiches

  • Zum Schwerpunkt Person gehören Themen wie: Ich und meine Rolle im Unterricht / Werte und Ziele in Unterricht und Erziehung / Sich in der Schule wohlfühlen / Umgang mit Belastungen / Zusammenarbeit im Kollegium, sowie mit Eltern und Behörden / Abhängigkeiten und Unabhängigkeit / Umgang mit Konflikten Älter werden im Beruf / Umgang mit Neuerungen in der Schule.

  • Der Schwerpunkt Unterricht wird in Form eines Lernateliers angeboten. Es enthält eine Fülle von Materialien zu methodischen und didaktischen Fragen, zu Lehr- und Lernformen und zur Lernpsychologie. Im individuellen Kernbereich arbeiten die Teilnehmenden in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten an selbst gewählten Themen. Im Rahmen des Lernateliers werden auch Schulbesuche organisiert. Ergänzend dazu werden, je nach Interesse und Bedürfnissen, Referate oder moderierter Gedankenaustausch angeboten.

  • Zum Schwerpunkt Umfeld finden Exkursionen statt, oder es werden Referentinnen und Referenten beigezogen zu Fragen aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst und Aktualitäten.

Wahlfächer

Das Wahlfachangebot wird in der Vorbereitungsphase im A und B-Kurs gemeinsam erarbeitet. Die Teilnehmenden wählen aus dem Angebot jene Veranstaltungen, welche ihren Bedürfnissen und Interessen besonders entsprechen. In der Regel belegt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer zwei Wahlfächer und ein Pflichtwahlfach.

Kleines Projekt

Projektinhalt können sein: unterrichtliche Themen, Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung und der Kommunikation. Es besteht auch die Möglichkeit, zu zweit oder in Gruppen an einem Unterrichtsthema zu arbeiten. Falls Teilnehmende aus der gleichen Schule ein Schulprojekt entwickeln möchten, ist das ebenfalls möglich.

Grosses Projekt (optional im Kurs B)

    Beim grossen Projekt besteht die Idee darin, dass sich Lehrerinnen und Lehrer alleine oder in einem Team während vier bis sechs Halbtagen vertieft mit einem Thema auseinandersetzen. Dabei lernen sie die Grundlagen der Projektarbeit kennen und anwenden. Sie haben die Möglichkeit, Neues zu entdecken und zu erforschen. Die Projektarbeit soll in einem Zusammenhang mit der Schule, der Unterrichtstätigkeit oder der eigenen Person stehen. Um die Nachhaltigkeit, resp. den Transfer in den Alltag sicher zu stellen, wird der Begleitung des Prozesses ein hoher Stellenwert beigemessen. Gruppencoachings und Einzelberatungen von Fachpersonen unterstützen den Transfer. Angesprochen sind Lehrerinnen und Lehrer, welche motiviert sind, ein sie interessierendes Thema eigenverantwortlich zu erarbeiten und ihr Wissen in Gruppen auszutauschen.