Neu konzipierter Kurs für Betreuungspersonen PHSG

Neu konzipierter Kurs für Betreuungspersonen

Der 2008 erstmals durchgeführte Kurs «Schulergänzendes Betreuungspersonal» wurde auf 2019 hin vollständig überarbeitet und aktualisiert. Aufgrund der langjährigen Kurserfahrung, diverser Evaluationen und neuen Forschungsergebnissen wurde das Angebot mit aktuellen Inhalten angereichert. Bewährte Module bleiben dem Kurs erhalten, wurden jedoch aktualisiert.

Das Weiterbildungsangebot Schulergänzendes Betreuungspersonal (SEB) wurde im August 2008 das erste Mal durchgeführt, da damals im Kanton St.Gallen und in weiteren Kantonen Tagesstrukturen eingeführt wurden. Damit traten im Schulbetrieb relativ neue Betreuungsformen auf wie zum Beispiel der von den Gemeinden angebotene Mittagstisch. Um als Betreuungsperson arbeiten zu können, wird jedoch keine spezifische Ausbildung verlangt. Die betreuten Kinder werden in der Regel von Erwachsenen begleitet, die über keine pädagogische Ausbildung verfügen. Hier setzt das Weiterbildungsangebot der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG) an: Es soll pädagogisch nicht ausgebildeten Betreuungspersonen Kenntnisse vermitteln und Impulse geben, um bei der Arbeit sicherer und kompetenter zu werden. 

Nach zahlreichen Durchführungen wurde das Angebot auf 2019 hin vollständig überarbeitet. Der neu konzipierte Kurs widmet sich verstärkt der Frage, wie Betreuerinnen und Betreuer gut in ihren Teams zusammenarbeiten. Die Kursleitung hat nämlich in den vergangenen Jahren bemerkt, dass einige Problemstellungen am Mittagstisch und in der Hausaufgabenhilfe besser im Team statt alleine angegangen werden. Das Thema «Nähe-Distanz» ist ein fester Bestandteil des Kurses geworden, weil es in den vorangegangenen Durchführungen oftmals angesprochen wurde, aber zu wenig Zeit erhalten hatte. Ganz neu ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Abschluss des Kurses etwas Praktisches für den eigenen Arbeitsplatz kreieren, z.B. ein Spiel oder einen pädagogisch nützlichen Gegenstand. Dieses Produkt ersetzt die schriftliche Abschlussarbeit, welche ab 2019 ganz weg fällt.

Bewährte Module wie Kommunikation, Konflikte, Lebenswelt des Schulkindes, Gesundheit, Regeln-Grenzen-Freiräume sind weiterhin Bestandteil des Kurses, wurden jedoch überarbeitet. Zudem besuchen sich die Teilnehmenden nach wie vor gegenseitig an ihren Praxisorten. 

Die Kursleitung ist überzeugt, mit diesen Anpassungen ein aktuelles und praxisnahes Weiterbildungsangebot für nicht pädagogisch ausgebildete Betreuungspersonen an Schulen anbieten zu können. Der neu konzipierte Kurs startet im April 2019.