ISEB-News Mai 2012

Überblick



Schwerpunktthema
Qualitätsraster zur Beurteilung personalisierter Lernarrangements

Einleitung

Sicherlich haben Sie auch schon einmal selbst produzierte Lerneinheiten für Ihre Schülerinnen und Schüler eingesetzt. Oft geht es dabei um kleinere Projekte oder zusätzliches Übungsmaterial für verschiedene Leistungsstufen. Gerade im Bereich des differenzierenden Unterrichts fehlt es in den Lehrmitteln an geeignetem Lernmaterial, so dass Lehrkräfte gezwungen sind, diese anzupassen und zu ergänzen.

Insbesondere bei längeren und grösseren selbst produzierten Lerneinheiten würde es sich lohnen, Stärken und Schwächen zu bestimmen. Bei einem wiederholten Einsatz könnte man dann mit einer optimierten Version arbeiten. Manchmal bieten einem auch Kolleginnen und Kollegen ihre selbst hergestellten Lerneinheiten an. Da aber nicht immer klar ist, wie diese einzusetzen sind, lässt man es dann trotzdem sein.

Ziele des Projekts

Das Projekt Qualitätsraster für personalisierte Lernarrangements möchte Lehrpersonen
- eine Hilfe für die Selbst- oder Fremdeinschätzung der eigenen Lernarrangements und
- eine Hilfe für den gezielten Einsatz fremder Lernarrangements
anbieten.

Dieser Raster stellt insbesondere den Einsatz von selbst hergestellten Lerneinheiten für den Umgang mit Heterogenität in den Vordergrund.
Das Institut Schulentwicklung und Beratung der PHSG entwickelt diesen Qualitätsraster zum kostenlosen Gebrauch für interessierte Schulen. Er basiert auf praktischen Erfahrungen aus Schulentwicklungsprojekten und auf theoretischen Grundlagen.

Der Raster soll geeicht werden mit von Lehrpersonen produzierten Lernarrangements. Die Lernarrangements sollen von andern Lehrpersonen ausprobiert werden können. Erfahrene Lehrpersonen sollen andern Lehrpersonen beim Herstellen von individualisierten Lernarrangements als Berater/-innen zur Seite stehen können .

Zum Begriff Lernarrangement

Was ist ein Lernarrangement? Für uns bestehen Lernarrangements aus drei Teilen (siehe unten stehende Abbildung).

Im Kernbereich geht es um gute Aufgaben. Diese Aufgaben beziehen sich auf Ziele aus dem Lehrplan und fördern wichtige Kompetenzen. Sie ermöglichen Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Fähigkeiten (innerhalb oder zwischen den Leistungsstufen) nachhaltiges Lernen. Zur Lernumgebung gehören nebst Zielen, Kompetenzen und der Differenzierung auch die verwendeten Medien (Buch, DVD etc.) und Materialien (für Experimente, Präsentationen etc.). Der Einsatz von Lernumgebungen kann mit verschiedenen Methoden (Instruktion, Gruppenarbeit, etc.) verbunden sein. Von Bedeutung ist auch, wie die unterschiedlichen Leistungen bzw. Produkte bewertet werden. Die Beurteilung sollte das Lernen fördern. Nicht zuletzt gilt es, die Rolle der Lehrperson beim individualisierten Unterricht möglichst lernförderlich zu gestalten. Nimmt man alle diese Komponenten von der Aufgabe über die Lernumgebung zusammen, ergibt sich das Lernarrangement.

Das Angebot für Lehrpersonen, Fach-/Jahrgangsteams oder ganze Schulteams


Auskunft und Anmeldung

Wenn Sie mindestens ein Kästchen des Rasters mit JA gekennzeichnet haben, mailen Sie uns die ausgefüllte PDF-Datei und wir werden mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Sie können auch mit mehreren Kolleginnen und Kollegen Ihrer Schule am Projekt teilnehmen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.
Die Projektleiter
Dr. Alois Keller und Dr. Robbert Smit

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Angebote für Sie

Altersdurchmischtes Lernen (ADL) - eine Alternative zur Jahrgangsklasse
SCHILF-Angebot, Beratung oder Begleitung von Primarschulteams im Entscheidungsprozess oder zur Umstellung auf ADL
Flyer

Konstruktiver Umgang mit Heterogenität in der Primarschule
SCHILF-Angebot, Beratung oder Begleitung von Primarschulteams zur professionellen und praxis bezogenen Unterstützung im Spannungsfeld von Individualisierung und Sozialisierung
Flyer

Kompetenzorientiertes Lernen, Grund- und Aufbaumodule
3-Tageskurse in Netzwerkgruppen nach Vereinbarung, Stufe Sek 1 und 2
zur Erarbeitung von Grundlagen, Werkzeugen und Arrangements und zur Entwicklung von konkreten Lerneinheiten für die direkte Umsetzung im Unterricht.
Flyer

50 plus - wie man im Lehrberuf lern- und leistungsfähig bleibt
Angebot für Lehrpersonen und Schulleitungen ab 45
Flyer

Schwierige (Eltern-)Gespräche führen
Lehrpersonen müssen in ihrem beruflichen Alltag Gespräche professionell führen, die unterschiedlichen Adressaten gerecht werden sollen: Gespräche mit Eltern, Schüler/innen, Vorgesetzten, Kolleg/innen, Gruppen, Klassen, ...
An der SCHILF-Veranstaltung setzen wir uns mit der Beratung von Gesprächssituationen auseinander. Aktuelle Erkenntnisse aus der Kommunikationsforschung und der psychologischen Gesprächsführung bilden die Grundlagen. Lösungs- und ressourcenorientierte Gesprächstechniken werden vorgestellt. Je nach Bedarf ist es möglich, Übungsphasen einzubauen oder verschiedene Formen eines Gesprächs (Konflikt, Konfrontation, Kompromiss,….) vorzustellen. Ziel der SCHILF-Veranstaltung ist es, sich mit den neuesten Erkenntnissen der Gesprächspsychologie auseinanderzusetzen und dadurch mehr Sicherheit in – auch herausfordernden – Gesprächssituationen zu gewinnen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei iseb@phsg.ch

Gesund bleiben im Lehrberuf - die persönlichen Ressourcen im Lehrberuf optimal nutzen
SCHILF-Angebot für Schulteams
weitere Informationen erhalten Sie bei elisabeth.steger@phsg.ch

Berufsgesundheit: Über die Berufsspanne gesund und motiviert im Lehrberuf bleiben
Die Teilnehmenden erfahren die neusten Erkenntnisse aus der Wissenschaft zur Leistungsfähigkeit und Berufsmotivation über die Berufsspanne. Sie setzen sich mit den Gefahren und Chancen langjähriger Berufstätigkeit im Lehrberuf sowie der Erhaltung der Leistungsfähigkeit und der Berufsmotivation für die verbleibenden Berufsjahre auseinander und entwickeln Ziele und Strategien zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit, der Gesundheit und der Berufsfreude.
Weitere Informationen erhalten Sie bei elisabeth.steger@phsg.ch

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Für Sie gelesen

Passend zum Schwerpunktthema stellen wir Ihnen zwei Bücher des gleichen Autors vor. Er liefert (allein im älteren und zusammen mit Diemut Kucharz im jüngeren Buch) die wichtigen theoretischen und praktischen Bausteine zum Lernen in komplexen Lernarrangements.
Beide Bücher sind nach dem gleichen System sehr leserfreundlich aufgebaut. Wer schnell fündig werden will, durchsucht zuerst das Inhaltsverzeichnis nach für ihn/sie interessanten Kapiteln. Das gewählte Kapitel beginnt man zeitsparend an seinem Ende, denn dort gibt es jeweils eine kurze Zusammenfassung. Interessiert einen das Kapitel weiter, so blättert man es nun von vorne nach hinten durch und sucht die graumarkierten Absätze, welche die essentiellen Erkenntnisse als Fazit zusammenfassen. Jetzt lässt sich einfacher entscheiden, was man wirklich eingehender lesen will. Zusätzlich können sich die Lesenden noch durch die fettgedruckten Randbemerkungen steuern lassen.
Alois Keller

Offener Unterricht heute

Offener Unterricht heute
Thorsten Bohl / Diemut Kucharz
Weinheim & Basel, Beltz, 2010. 159 S.

Bohl/Kucharz zeigen, wie offener Unterricht heute aussehen kann – ob ergänzend oder als Alternative zum ‚normalen‘ Unterricht. Sie tragen neueste empirische und theoretische Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen zusammen und beschreiben deren Konsequenzen für eine Weiterentwicklung des offenen Unterrichts. Dabei geht es darum – auf der Basis von Forschungsbefunden – praxistaugliche Vorschläge für einen qualitativ hochwertigen Unterricht zu unterbreiten. So lässt sich der offene Unterricht gewinnbringend weiterentwickeln.

Prüfen und Bewerten im offenen Unterricht

Prüfen und Bewerten im offenen Unterricht
Thorsten Bohl
Weinheim & Bsel, Beltz, 2009. 166 S.

Die Zusammenführung der beiden Themenbereiche ‚Offener Unterricht‘ und ‚Leistungsbewertung‘ wurde bisher vernachlässigt. Der Band greift dieses Spannungsfeld systematisch auf, entwickelt theoretische und methodisch-didaktische Grundlagen, stellt empirische Forschungsergebnisse dar und beschreibt zahlreiche praxisnahe Beispiele.

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Veranstaltungskalender

In diesem Fenster weisen wir auf Veranstaltungen hin, die für Bildungsinstitutionen, Schulträger, Schulleitungen und Lehrpersonen in den nächsten Monaten angeboten werden. Veranstalter von Tagungen und Events schicken ihre Ankündigungen bis zum jeweiligen Redaktionsschluss (Ende April, Mitte August, Mitte November) bitte an das Institut Schulentwicklung und Beratung der PHSG.

Datum
Thema
Anbieter

2. - 4. Juli 2012
SGBF-Kongress 2012: Bildungsungleichheit und Gerechtigkeit - Wissenschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen
SGBF, www.sgbf-kongress2012.unibe.ch

Datum
Thema
Anbieter

8. - 11. Oktober 2012
Ostschweizer Schulleitungs-Forum, Motivation und Schulführung
PHGR, PHSG, PHTG, www.phsg.ch

Datum
Thema
Anbieter

24. - 26. Oktober 2012
Die Schweizer Bildungsmesse, Basel
Didacta Schweiz, www.didacta.ch

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