Schwerpunkt MINT / Inquiry Based Science Education IBSE

MINT macht Schule

Um die Popularität von naturwissenschaftlichen und technischen Fächern zu steigern, wurden in den letzten Jahren – vom Kindergarten bis zur Berufsschule – innovative Projekte lanciert. Junge Kinder sind neugierig und begegnen naturwissenschaftlichen Phänomenen noch ohne Vorurteile. Mit Erfolg wird bereits in Kindergarten und Unterstufe experimentiert. Durch praktische Erfahrungen und experimentierendes Lernen soll der gezündete Funke auch in der Mittel- und Oberstufe weiterglühen. Naturwissenschaften und Technik sollen nicht länger ein stiefmütterliches Dasein fristen. Mit der MINT-Initiative verfolgt die Pädagogische Hochschule St.Gallen das Ziel, Kinder und Jugendliche nachhaltig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, kurz MINT genannt, zu begeistern und Schule und Industrie einander näherzubringen. So ergeben sich neue und interessante Perspektiven.

Forschung & Evaluation

Dissertationsprojekt: Advancing Informal MINT Learning

A mobile laboratory has been developed to foster Swiss pupils’ interest in science and technology studies and careers. Results from existing studies suggest that the most influential factors on pupils’ learning outcomes relate to novelty (familiarity), teacher attitude, pre- and post-visit classroom activities, pupils’ pre-visit attitudes and their during-visit behavior. An investigation will explore how these factors relate to pupils’ learning, with a focus on the following question: How do differences in pre-visit activities, pupil novelty space and teacher attitude account for variations in pupil learning outcomes?

Projektbeschrieb

Entwicklung

mobiLLab

Damit der geweckte Forschergeist wach bleibt, sollen MINT-Fächer auch in der Oberstufe praxisnah vermittelt werden. Beim selber Ausprobieren im mobilen Hightech-Labor mobiLLab suchen Jugendliche Antworten auf Alltagsfragen. Mit Hilfe modernster Instrumente und Methoden analysieren sie beispielsweise woraus die Kunststoff-Tasche besteht, ob das Zungen-Piercing giftige Metalle enthält oder wie sich die Ein- und Atmungsluft zusammensetzt. mobiLLab umfasst 12 Arbeitsstationen für 24 Schülerinnen und Schüler. Schulen können das mobile Labor bestellen und vor Ort damit experimentieren. Bei der Vorbereitung und beim Experimentieren wird die Lehrperson durch das mobiLLab-Team der Pädagogischen Hochschule St.Gallen unterstützt. Bei den Versuchen in der Klasse arbeiten drei Studierende, ein/e wissenschaftliche/r Mitarbeitende/r und ein/e Dozierende/r mit.

www.mobillab.ch

Berzelius - Hightech für Sek II

Um den Bogen weiterzuspannen, entwickelte die Pädagogische Hochschule St.Gallen «Berzelius – Hightech für Sek II». Mit massgeschneiderten Experimentierpaketen für Kantonsschulen und Berufsbildungsinstitutionen soll die Verbindung zwischen Lehre, Forschung, Wirtschaft und Industrie vertieft werden. Um den Praxisbezug zu garantieren und Lehrpersonen bei der aufwendigen Vorbereitung von MINT-Fächern zu entlasten, steht ein Pool an thematischen Experimentiermodulen zur Verfügung. Mittels didaktisch aufbereiteter Versuche und passenden Unterrichtsmaterialien werden im Unterricht Alltagsbezüge hergestellt. Es besteht die Möglichkeit erforderliche Geräte aus Forschung und Industrie, eine Zeitlang auszuleihen. Damit auch künftige Angebote auf die Bedürfnisse der Lehrerinnen und Lehrer ausgerichtet sind, können Ideen, Vorschläge und konkrete Themenwünsche eingereicht werden.

www.berzelius.ch

MINT macht Schule - ein Interreg Projekt

Das Projekt „MINT macht Schule“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) soll Schüler/-innen für MINT-Fächer begeistern, Industrieunternehmen mit Schulen und Hochschulen vernetzen und ein innovatives und nachhaltiges fachdidaktisches MINT-Begleitprogramm für Oberstufenzentren (CH) und Schulen der Sekundarstufe I (Mittelschulen, A) in der Alpenrhein-Bodensee-Region entwickeln und erproben.
In Kooperationen zwischen der PH St.Gallen und der PH Vorarlberg werden nachhaltige Lösungsstrategien entwickelt, um den Mangel an MINT-Fachkräften zu verringern. Fachexpertisen werden gebündelt, Netzwerke ausgedehnt, um die lokalen Eigentümlichkeiten der Bildungslandschaft in den MINT-Bereichen besser zu verstehen und deren notwendige Entwicklung nachhaltig zu begleiten.
Dieses Entwicklungsprojekt fügt sich in die bereits lancierte MINT-Initiative der PH St.Gallen ein und unterstützt die MINT-Initiative und die Wissenschaftsstrategie des Landes Vorarlberg.
Im Rahmen dieses Projekts werden ein spezifisches MINT-Begleitprogramm für Schulen entwickelt, zehn Schulen laufend beraten, deren Lehrpersonen aus- und weitergebildet, enge Partnerschaften mit zehn Industrieunternehmen etabliert und die Einstellung von Schüler/-innen und Lehrpersonen zu MINT-Themen vor und nach diesen Massnahmen evaluiert.

Projektbeschrieb

Mint-Partschnerschaften

Das Projekt Mint-Partnerschaften (Pilotphase des Projektes MINT macht Schule) wurde mit dem Enterprize 2014 für Unternehmergeist in der Berufsbildung ausgezeichnet.
Projektbeschrieb 

www.mintmachtschule.org


Videolink

Jules Vernes Kinder - Technikcampus

„Die Wissenschaft besteht nur aus Irrtümern. Aber diese muss man begehen. Es sind die Schritte zur Wahrheit.“ (Jules Verne, französischer Schriftsteller 1828-1905)Mit dem Pilotprojekt „Jules Vernes Kinder – Technikcampus“ möchte die PHSG einen Beitrag zur Förderung des Interesses der jungen Generationen für die Natur und Technik liefern.
Die grundlegende Idee des Technikcampus ist, die Industrie-Landschaft als einen besonderen ausserschulischen Lernort zu betrachten. Dieser soll besser in der Grundausbildung und insbesondere in der Berufswahlvorbereitung der Schülerinnen und Schüler integriert werden. Die Lehrpersonen sollen in ihrer Verantwortung die MINT-Disziplinen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) im Volksschulalter zu fördern, bestärkt und unterstützt werden.

Das Projekt wird unterstützt von der Lienhard-Stiftung

www.julesverneskinder.ch

Forscherkiste

In der Volksschule eröffnet die Forscherkiste der Pädagogischen Hochschule St.Gallen einen spielerischen Zugang zu Naturwissenschaften und Technik. Zu den Themen Optik, Mechanik, Akustik und Mathematik finden sich insgesamt über 250 didaktisch aufbereitete Experimente. Mit offenen Anweisungen oder problembezogenen Fragestellungen wird der Forschergeist der Schülerinnen und Schüler geweckt und alle fünf Sinne angesprochen. Beim Tasten, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken erwerben Kindergarten- und Primarschulkinder elementares Basiswissen. Für Projektwochen können Schulteams die Experimente auf Rädern ausleihen. Seit fast einem Jahrzehnt rollt die Forscherkiste mit Erfolg durch die Schullandschaft. Dass dieses praxisnahe Projekt überzeugt, spiegelt auch die Tatsache, dass die Forscherkiste den Worlddidac-Awards 2010 gewonnen hat.

Link

Kommunikation

Online Journal «Progress in Science Education»

Um qualitativ hochstehende Forschungsartikel schneller zu veröffentlichen und einem grösseren Publikumskreis zugänglich zu machen, wurde das Online Journal «Progress in Science Education» gegründet. Auf dieser Plattform haben auch Forscherinnen und Forscher, die erst am Anfang ihrer Karriere stehen und sich noch keinen Namen gemacht haben, Gelegenheit ihre Forschungsergebnisse zu publizieren. Im Online Journal können Fachartikel zudem in Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch veröffentlicht werden. Ein Fachgremium garantiert die inhaltliche Qualität. Mit «Progress in Science Education» erhalten auch Studierende und Lehrpersonen einen Zugang zu fachdidaktischen Arbeiten. Denn Forschung und Schule sollten nicht länger parallel verlaufen, sondern enger zusammenarbeiten. Online-Open-Access Veröffentlichungen sind ein erster Schritt, um Forschende, Lehrpersonen und weitere an Naturwissenschaft und Technik Interessierte besser zu vernetzen.

Link

Abgeschlossene Projekte

  • LENATE -  Lernlabor "Natur & Technik": ein ausserschulischer Lernort

  • NEX - Neues Experimentieren - Schlüsselkompetenz Experimentieren

  • Projekt Mint Partnerschaften

In der Schweiz mangelt es an Fachkräften in den Bereichen Naturwissenschaft, Informatik, Mathematik und Technik. Getrieben von der Tatsache, dass Industriebetriebe stets auf der Suche nach Nachwuchs sind und Schulen das Interesse von Jugendlichen an Naturwissenschaften und Technik fördern möchten, lancierte die Pädagogische Hochschule St.Gallen die MINT-Partnerschaften. Vier Oberstufen und vier namhafte Industriebetriebe spannen in diesem Projekt zusammen. Die örtliche Nähe der Partner ist ausschlaggebend und vereinfacht die regelmässige Zusammenarbeit. Ausgehend von aktuellen Fragestellungen und mit Hilfe moderner Instrumente wird experimentierendes Lernen im Unterricht verankert und mit dem Arbeitsalltag verknüpft. Und durch diesen regelmässigen Austausch mit der Industrie aktualisieren die Lehrpersonen das eigene Fach- und Berufswissen laufend.

Projektbeschrieb